Tag 1. Wenn man ihn so nennen will.

Gestern war also Tag eins meines Blogs und gleich mal recht interessant.
Aufgrund der Tatsache, dass ich seit fast 7 Jahren mehr oder weniger aktiv im Motorsport bin, haben sich Freundschaften zu Menschen geschlossen, die ihren DailyDriver auch mal über die Rennstrecke bewegen und dahingehend auch modifizieren.  Durch meine Erfahrung im Sport in Kombination mit meiner Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker habe ich den notwendigen Background für fast alle Performance bringenden Umbauten an einem Straßenwagen. Da ich dieses Wissen gerne teile und meine Freunde unterstütze, bekam ich gestern Besuch von Chris.

Chris fährt einen M135i und der kriegt aus Performancegründen also ein neues Fahrwerk verpasst, um genauer zu sein, eins von ST Suspension. Das Fahrwerk kam in der härteverstellbaren Variante und wurde vorne zusätzlich noch mit Sturzverstellbaren Uniball-Domlagern ausgestattet.
Das Fahrwerk sieht gut verarbeitet aus. Die Wahl der Federn, die der Hersteller gewählt hat, erschließt sich mir allerdings nicht. Ich muss aber auch gestehen, dass ich bei diesem Fahrzeug nur das Originale Fahrwerk von BMW kenne und das Intrax Racing Fahrwerk von einem andrem Freund mit einem M135i.
Das soll nicht heißen, dass ich die Bauweise schlecht finde, aber vielleicht unvorteilhaft. Zumindest die Federgestaltung auf der Hinterachse ist mit getrennter Haupt- und Vorspannfeder (auch Helperfeder genannt) etwas, das mir etwas Kopfweh macht.

Die Anordnung von linearer Hauptfeder und Helperfeder taucht an vielen Gewindefahrwerken auf der Vorderachse auf oder auch dort wo zur Federung immer  ein Federbein benutzt wird. Doch in diesem Fall ist Feder und Dämpfer getrennt und so hat die Feder keine Führung in der Mitte. Vermutlich auch durch diese Bauart wurde an der Hinterachse keine große Tieferlegung erzielt. (gegenüber den vorherigen H&R Tieferlegungsfedern).

Das Fahrwerk ist ja härteverstellbar, leider muss man den Dämpfer hinten ausbauen um die Härte zu verstellen. Aus meiner Erfahrung heraus und in Absprache der meisten gefahrenen Rennstrecken, haben wir uns hinten für 10 Klicks „zu“ entschlossen, von 16 möglichen Klicks. Also etwas mehr als die Hälfte. Vorne kommt man sehr gut im eingebauten Zustand ran, dort haben wir 8 Klicks, also genau die Hälfte, eingestellt.

Nachdem die Einstellungen getroffen waren, die Höhe erstmal auf das tiefste TÜV-Konforme Maß angepasst war, konnte Chris zu einer kleinen Probefahrt starten. Den Sturz hatten wir an der Vorderachse etwas erhöht. Nach knapp 20 Minuten kam er wieder. Ergebnis. Nicht gut. „Irgendwie nicht wirklich härter.“ Okay, dann nochmal ran ans Werk und härter einstellen. Nur wieviel härte sollten wir jetzt einstellen?

Die nächste Fahrt soll vermutlich nach Oschersleben gehen, ein sehr glatter Kurs. Also können wir den Wagen erstmal härter abstimmen. Vorne also 12 Klicks und hinten 16 Klicks, sprich hinten ganz hart.

Das Auto fuhr sich dann besser, aber ob er damit zu 100% zufrieden ist wird sich zeigen.

 

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