Rückblick. 1 Year ago…

Ich weiß gar nicht ob es jetzt genau 1 Jahr ist oder nur 11 Monate. Doch letztes Jahr als der Kirschbaum blühte, habe ich ein Foto von meinem Auto gemacht.
Zu dem Zeitpunkt war schon der größte Schaden behoben und das Auto war mit frischen TÜV fahrbar.
Endlich wieder ein E46, leider kein Touring und kein 6 Zylinder und erstrecht kein Diesel, aber er war günstig.
Natürlich wurde das Ding tiefergelegt und mit dicken Felgen ausgestattet.
Optik ist nun mal wichtig.
Trotzdem habe ich recht schnell eine Anhängerkupplung gesucht, da ich damit ein paar Anhänger ziehen wollte.

Ungefähr zu dieser Zeit habe ich auch meine Gewerbeanmeldung gemacht, deswegen ist der Rückblick gerade auch sehr Interessant.

Also was ist in diesen, ungefähr, 12 Monaten alles passiert?!
Ich würde sagen. Viel zu Viel.

Klar hatte ich das Gewerbe angemeldet, aber war ich schon so weit? War ich schon ein bereit für das Start-up? All diese Fragen habe ich mir gar nicht gestellt.

Ich wollte mich mit der Anmeldung eigentlich nur absichern, schließlich habe ich das ein oder andere Neuteile schon vermittelt und Steuerhinterziehung war nicht meins.

Aber was machen, wenn es schon offiziell ist?! Dann kann man doch mal richtig loslegen.

Also Recherche. Werkstatt oder Teileverkäufer? Nach einigen Rechtlichen Fragen. War schnell klar das mir die Werkstatt als Start-up zu groß, zu aufwendig und zu teuer wird. Ich muss dazusagen, dass ich eigentlich kein Geld hatte, um eine Firma zu gründen.
Also erstmal nur Teile, aber auch für ein Lager hatte ich kein Geld und für eine Großbestellung um Teile zu lagern auch nicht.
Hmm… Alles sehr schwierig. Aber na gut es hat keiner gesagt das es leicht wird.

Also ein Shop, natürlich Online. So kann ich viele erreichen und wir bestellen ja alle gerne im Internet unsere Teile. Nur was biete ich an? Womit kenne ich mich aus?
Da ich Erfahrungen mit BMW Teilen hatte und wusste das man mit gebrauchten Teilen gutes Geld verdienen kann, war der erste Zweig klar. Gebrauchte BMW Teile, aber auch neue, da ich noch gute Verbindungen zu einem Händler habe bei dem ich günstig einkaufen kann.
Doch nur über die BMW Teile verkauf war mir zu einfach und nicht gut genug für einen ordentlichen Profit, so das man davon auch leben kann.
Wie gut das ich zu dem Zeitpunkt schon 6 Jahre Erfahrung im Bereich Motorsport hatte.
In den 6 Jahren habe ich mehr oder weniger 4 Fahrzeuge auf- und umgebaut. So das ich mit einer großen Menge an unterschiedlichen Herstellern und Teilen Kontakt hatte.

Das war also mein Portfolio und bis ich das rausgefunden hatte, war es auch schon Sommer.

Dann kam die Recherche nach den Händlern bzw. den Herstellern, wo ich die Teile direkt beziehen kann. Klar war mir bewusst, dass der Großteil der Sachen aus fern Ost kommt. Aber mir war nicht klar, dass es so einfach ist den Hersteller raus zu finden. Die Chinesen sind ein sehr entspannter Geschäftspartner, solange du bestellen willst. Gibt es Lieferverzögerungen oder Mängel an der Ware, wird es schnell kompliziert.

Einiges konnte ich auch aus den USA erwerben, das ist nochmal eine ganz andere Geschichte. Aber es macht mir Spaß, es ist mal was anderes, als mit den sturen Deutschen zu verhandeln.

Nachdem ich einige Sachen zu Testzwecken bestellte hatte, konnte ich feststellen das es teilweise dieselben Produkte sind die hier in Deutschland von angeblichen Herstellern verkauft werden bzw. von Händlern die behaupten das es ihre Produkte sind die nach ihren Vorgaben gebaut werde. Das finde ich eigentlich betrug am Kunde. Jedoch glaube ich auch, dass es diese Händler nicht übermäßig lange geben wird, wenn sie nicht wirklich stark in die Produktion in China eingreifen.

Nur war schon es schon September, ich war mittlerweile arbeitslos und auf dem Weg zu einem Gründungsseminar vom Arbeitsamt. Ab da an ging es dann richtig los.

Man lernte viele neuen Leute kennen, die noch viel mehr Probleme mit ihrem Start-up oder dessen Idee hatten. Zudem lernten wir einiges, auf was wir achten müssen, Hilfestellung im Umgang mit Banken, Ämtern und Kunden. Es war schon sehr interessant.

Dadurch das ich im Seminar mein Laptop nutzen konnte, habe ich die Zeit gleich doppelt nutzen können. In diesen ca. 6 Wochen, habe ich viel über meine richtige Gründung gelernt, Preispolitik und Marketing, konnte meinen Business- und Finanzplan schreiben und nebenbei auch schon mein Onlineshop programmieren.
Das hat mir viel Zeit erspart, diese Zeit konnte ich dann in den feinschliff von meinem Shop stecken.

Nach dem der Shop Optisch fertig war und die ersten Produkte eingefügt waren, war es auch schon Dezember 2016.

Es ist manchmal erschreckend wie schnell die Zeit vergeht.
In der Zwischenzeit habe ich den E46 geschlachtet und mir einen E36 Touring zugelegt.
Ein 320i, merkwürdig Ausgestattet, unübersichtlicher Pflegezustand, dafür ein 6 Zylinder und ein Touring.
Nach der Schlachtung einiger Touring´s hatte ich Vollleder-Sportsitze und eine Holzinnenausstattung.
Zusätzlich habe ich noch ein Ducktail-Spoiler importiert und angebaut, dass die Karre tiefergelegt wurde und wieder die dicken felgen vom E46 bekommen hat, sehe ich an dieser Stelle mal als selbstverständlich an.

Ende Januar war wieder eine Winter Drift Veranstaltung in Allstedt. Ich dachte mir das ich da mal als Ersatzteil Versorgungsfahrzeug hinfahren sollte.

Die Idee war gut, aber an der Umsetzung muss ich noch arbeiten.
Die die es mitbekommen haben, haben sich gefreut, dass ich wenigstens ein paar Teile bei hatte. Aber der Großteil, hat es nicht richtig mitbekommen. Daran muss ich weiterarbeiten. Aber ich glaube es ist ganz praktisch, für die Teams, wenn noch jemand mit Ersatzteilen vor Ort ist. Schließlich kann man als Team, nicht immer alles dabei haben.

Auf diesem Event waren auch zwei Teammitglieder von meinem Motorsportteam, leider haben die Jungs auf dem Heimweg, meinen Anhänger beschädigt.
Das hat mich extrem nach hinten geworfen, da sie den Schaden nicht beheben wollten und an meinem Anhänger Achsen, von einem englischen Hersteller verbaut waren.
Das hat auch dazu geführt das die Jungs Ende März mein Team verlassen haben.
Es soll mich aber nicht stören, so kann ich mein Ding weiter durchziehen.
Was auch sehr gut klappt, würde ich behaupten.

Ich bin froh das meine Freundin versucht mich in jeder Situation zu unterstützen. Das hilft mir sehr.
Nichts destotrotz habe ich feststellen müssen, dass mir der Touring zu teuer ist und das obwohl ich nicht mal viel mit dem Anhänger unterwegs war.

So habe ich mich zum Ende April dazu entschlossen, meinen Touring zu schachten und damit Geld zu verdienen. Aber auch nur, weil ich dank der Unterstützung von B&K mir neuen 3er Touring Diesel leisten konnte.

Und so komme ich zu meinem 1 Jahres Rückblick, da kurz nach dem ich das Auto bekommen habe, war „mein“ Foto-Kirschbaum wieder am Blühen war.

Naja wie ihr seht/lest ist in den 12 Monaten sehr viel passiert. Ich habe schon versucht mich kurz zu fassen.
Wie auch immer, ich bin dann mal arbeiten

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